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ENDE

Bayern · Altstadt

Dinkelsbühl

Stadtrundgang auf eigene Faust durch die Altstadt von Dinkelsbühl: jede Gasse an einem Tag.

Jede Gasse auf der Karte.

Jede Gasse in der Altstadt von Dinkelsbühl ist eine Reihe von Punkten, die du beim Gehen einsammelst. Ich liege seit sechshundert Jahren in einer davon und bin immer noch nicht fertig.

Auf einen Blick

Bevor du losgehst.

Strecke
15,4 km
Dauer
etwa 4,5 Stunden
Gassen
70
Stufen
8 Gassen mit Stufen
Startpunkt
Münster St. Georg
Handy beim Gehen nötig
nein
Offline nutzbar
ja
Läuft ab
nie

Die Altstadt

Jede Gasse, gezeichnet.

Was innerhalb der Linie liegt, kommt auf den Teller. Die Kreise sind Obst.

Sehenswürdigkeiten

Was ich zuerst essen würde.

Sehenswürdigkeiten sind Obst. Je größer die Sehenswürdigkeit, desto größer der Bonus.

  • Münster St. Georg 1.500 Punkte

    Eine Kirche, so hoch, dass sie ihr eigenes Wetter haben könnte. Geh einmal rundum und lies das Maßwerk: 26 Fenster, keins wie das andere, und eins davon ist das Appetitlichste in der Stadt. Ich habe hier fast alles probiert. Welches, verrate ich nicht.

  • Deutschordensschloss 500 Punkte

    Vier Flügel um einen Hof, viel zu vornehm für die stille Gasse davor. Die Treppe hoch, am großen Schild vorbei, wartet ganz oben etwas Kleines, verschnörkelt wie eine Sahnetorte. Die Leute, die unten Akten wälzen, gehen jeden Tag daran vorbei. Was es ist, verrate ich nicht.

  • Museum 3. Dimension 500 Punkte

    Am Nördlinger Tor hat sich das Haus, in dem die Stadt ihr Korn mahlen ließ, als Festung verkleidet, und in seinen vorderen Räumen warten Aufnahmen, die nicht flach bleiben wollen. Bring beide Augen mit. Ich bin ein Stein und hatte schon immer drei Dimensionen. Ein Museum hat mir trotzdem keiner gebaut.

  • St. Paul 500 Punkte

    An der Nördlinger Straße steht eine Kirche in nüchternem klassizistischem Gewand, jünger als die meisten Häuser ringsum. Der Boden darunter ist viel älter und weiß mehr. Alter Boden ist mein Lieblingsgang. Was er weiß, verrate ich nicht.

  • Bäuerlinsturm 250 Punkte

    Unten am Fluss trägt ein Turm einen hölzernen Hut, der über die Mauern quillt wie Hefeteig über den Schüsselrand. Da oben hauste jemand mit zwei Berufen, und einer davon roch. Welcher, verrate ich nicht.

  • Faulturm 250 Punkte

    Ein hoher Turm mit spitzem Hut steht über einem Weiher und bewundert sich darin. Sein Name klingt wie ein Schimpfwort. Mich hat man schon Schlimmeres genannt, und ich liege länger hier. Warum er so heißt, verrate ich nicht.

  • Schweinemarkt 250 Punkte

    Der Platz heißt bis heute Schweinemarkt, und dafür ist er inzwischen viel zu hübsch. Ich sehe nur Kopfsteinpflaster, für mich ein kaltes Büfett. Andere haben hier viel mehr gesehen. Wer, verrate ich nicht.

  • Segringer Tor 250 Punkte

    Dieses Tor trägt eine Haube, mit der sich kein anderes Tor der Stadt blicken lassen würde. In der Durchfahrt führt eine Treppe hinunter in den Stadtgraben. Ein Tor mit Vorratskeller, finde ich. Warum es so aus der Reihe tanzt, verrate ich nicht.

Essen

Echtes Essen.

Dinkelsbühls eigenes Gericht schwimmt. Rund um die Mauer liegt eines der großen Karpfengebiete Bayerns, und gekocht wird fränkisch: Klöße, Holzofenbrot, Bratwürste im sauren Sud. Karpfen von September bis April, Klöße das ganze Jahr.

Fleisch und Fisch

  • Dinkelsbühler Karpfen

    Ein Karpfen mit dem Namen der Stadt. Anfang des 20. Jahrhunderts machte ein gebürtiger Dinkelsbühler Landwirtschaftsbeamter aus der alten heimischen Rasse den frohwüchsigen Dinkelsbühler Karpfen. Trotzdem braucht er drei Sommer bis zum Speisefisch von anderthalb Kilo. Gegessen wird er in den Monaten mit r, von September bis April, gebacken oder blau. Drei Sommer für ein Mittagessen.

    Komm Ende Oktober oder Anfang November zur Fischernte-Woche, dann gibt es eine Ausstellung auf dem Marktplatz.

    Quellen: GenussErbe Bayern

  • Blaue Zipfel

    Rohe fränkische Bratwürste, gegart in einem Sud aus Essig, Zwiebeln und Gewürzen. Sie werden leicht säuerlich und bläulich, daher der Name. In Franken isst man sie direkt aus dem Sud, mit einer Scheibe Holzofenbrot. Blau klingt nach Warnung. Ist aber ein Rezept.

    Quellen: GenussErbe Bayern

  • Dinkelsbühler Schneckennudel

    Die Schneckennudel ist das Festgebäck der Stadt: rund 100 Gramm Teig, so gerollt, dass die Oberseite aussieht wie ein Schneckenhaus, meist zu Kaffee oder Tee. Sie gehört zur Kinderzeche im Juli, dann gibt es sie auch warm. Manche Bäcker verkaufen sie inzwischen das ganze Jahr, andere nur etwa zwei Wochen im Juli. Wer weggezogen ist, lässt sie sich zur Kinderzeche schicken. Eine Schnecke mit der Post. Die ist schneller da als jede echte.

    Frag beim Bäcker, was im Teig steckt. Das Register sagt es nicht, darum steht sie hier und nicht bei den vegetarischen Gerichten.

    Quellen: GenussErbe Bayern

Vegetarisch

  • Fränkische Mehlklöße

    Klöße aus Mehl, Eiern und Salz, aus einem Teig wie für schwäbische Spätzle, nur flüssiger. Es gibt sie zu Braten und Gemüse, etwa Bohnen, oder süß mit eingemachtem Obst wie Birnen. Was übrig bleibt, wird am nächsten Tag in Scheiben gebraten: Kloßbröckchen. Resteverwertung, die man extra bestellen möchte.

    Oft liegen sie neben einem Braten. Bestell sie mit Gemüse oder mit den Birnen.

    Quellen: GenussErbe Bayern

  • Fränkische rohe Klöße (Kniedla)

    Kartoffelklöße aus rohen Kartoffeln, je nach Gegend locker oder fest. Vor dem Essen reißt man den Kloß auseinander, damit mehr Soße hängen bleibt. Früher hießen sie grüne Klöße, weil sie kalt dunkelgrün wurden. Also heiß essen.

    Meist kommen sie mit Braten und Bratensoße. Frag nach einer Soße ohne Fleisch.

    Quellen: GenussErbe Bayern

  • Fränkisches Holzofenbrot mit Quark

    Fränkisches Holzofenbrot, traditionell mit Quark oder weißem Käs. Das bekamen die Drescher bei der Ernte. Für so eine Scheibe hätte ich auch gedroschen.

    Quellen: GenussErbe Bayern

Vegan

Zwei, weil das Register nur diese beiden mittelfränkischen Lebensmittel als rein pflanzlich ausweist. Bei Klößen und Gebäck steht nicht dabei, welches Fett oder ob Ei hineinkommt, und raten will ich nicht.

  • Fränkisches Holzofenbrot

    Roggenmehl, Wasser, Salz. Der Sauerteig wird in drei bis vier Stufen rund 24 Stunden geführt, dann bäckt das Brot über eine Stunde im Holzofen, dessen Boden die Hitze liefert: Das Holz brennt direkt darauf, die Glut wird ausgeräumt. In Franken backt man es so seit mehreren hundert Jahren. Drei Zutaten, ein Tag, ein Feuer. Schlichter wird Brot nicht.

    Quellen: GenussErbe Bayern

  • Merkendorfer Sauerkraut

    Merkendorf im Landkreis Ansbach nennt sich Krautstadt und baut seit dem Dreißigjährigen Krieg Kraut an, rund zwanzig Sorten. Vom Pflanzen bis zum Sauerkraut sind 80 Prozent der Arbeit Handarbeit, und ins Sauerkraut kommt nur etwas Salz. Kraut, Salz und sehr viele Hände.

    Quellen: GenussErbe Bayern

Kaffee am Nachmittag

  • KaffeeRösterei Maaßen wo die Leute hier hingehen

    Nördlinger Straße 7

    Eine Familienrösterei in der Altstadt, seit 2016. Geröstet wird in kleinen Chargen zu 10 Kilo in einem klassischen Trommelröster, bis zu 20 Minuten pro Röstung, und jede Charge wird von Hand verlesen. Im Laden probierst du Kaffees und Espressi und nimmst mit, was dir schmeckt. Zwanzig Minuten. Bei mir dauert ein Gähnen länger.

    • Mogeschlossen
    • Di09:00–18:00
    • Mi09:00–18:00
    • Do09:00–18:00
    • Fr09:00–18:00
    • Sa09:00–16:00
    • Sogeschlossen

    Komm freitags oder samstags, dann läuft der Röster im Laden.

    Noch von keinem Gastroführer besprochen. Es steht hier, weil es inhabergeführt und nicht teuer ist und seine Gäste es mit 4,0 oder besser bewerten.

Abendessen

  • Ehemalige Sparkasse wegen einer Sache hin: das Roastbeef vom Landmetzger

    Schrannengasse 1

    Hier war mal die Sparkasse. Heute wird nach der Saison gekocht, unter dem Motto Heimat und überwiegend mit Zutaten aus der Region, und das Roastbeef kommt von der Landmetzgerei Kirchdörfer. Eingezahlt wird jetzt auf den Teller.

    • Mo12:00–22:00
    • Di12:00–22:00
    • Mi12:00–22:00
    • Do12:00–22:00
    • Fr12:00–22:00
    • Sa12:00–22:00
    • So12:00–22:00

    Quellen: Guide MICHELIN, Schlemmer Atlas (Busche Verlag), Falstaff

  • Goldner Hirsch wo die Leute hier hingehen

    Weinmarkt 6

    Zwiebelrostbraten, Käsespätzle oder ein Vesper, fränkische Bratwurst und Schnitzel, am Wochenende Schäufele. Zwischen Mittag und Abend macht die Küche keine Pause. Ich auch nicht.

    • Mogeschlossen
    • Digeschlossen
    • Mi11:30–22:00
    • Do11:30–22:00
    • Fr11:30–22:00
    • Sa11:30–22:00
    • So11:30–22:00

    Bestell bis 21 Uhr. Die Küche schließt eine Stunde vor dem Haus.

    Noch von keinem Gastroführer besprochen. Es steht hier, weil es inhabergeführt und nicht teuer ist und seine Gäste es mit 4,0 oder besser bewerten.

Stand 14. Oktober 2026.

Mit Kindern

Kurze Beine, großer Hunger.

Die Gassen hier sind voller Punkte zum Einsammeln, und ein Kind auf der Jagd vergisst, müde zu sein. Hier ist eine kurze Runde für die Kleinsten.

Die Runde
Münster St. Georg, Faulturm, Segringer Tor, Schweinemarkt, und zurück zum Start
Strecke
1,5 km
Dauer
etwa 30 Minuten Gehzeit im Kindertempo (3 km/h)
Stufen
keine Gasse mit Stufen auf der Runde
Spielplätze
1 nahe der Runde
Öffentliche Toiletten
7 nahe der Runde, 1 mit Wickeltisch
Trinkwasser
2 nahe der Runde
Eis
2 nahe der Runde

Nahe der Runde heißt im Umkreis von 150 m, gezählt aus OpenStreetMap, © OpenStreetMap-Mitwirkende.

Herkunft des Namens

Warum es Dinkelsbühl heißt.

Dinkelsbühl ist der Hügel des Thingolt: „Bühl“ steht für das hügelige Land, und Thingolt war laut der Stadtgeschichte der königliche Verwalter des Reichslands drumherum. Das Haus der Bayerischen Geschichte lässt die erste Hälfte offen, zwischen einem Personennamen und einer Gerichtsstätte, einem „Ding“. Schriftlich taucht der Name 1188 auf, als „burgum tinkelspuhel“. Der Dinkel kam erst später, als das Wappen den Namen als Getreide las, und aus dem Getreide wuchs eine eigene Gründungssage, zu Hause in St. Paul. Ich lese auch alles als Getreide. Kann ich verstehen.

Quellen: Stadt Dinkelsbühl, Stadtgeschichte Teil I; Haus der Bayerischen Geschichte, Bayerns Gemeinden: Große Kreisstadt Dinkelsbühl, Wappen; Stadt Dinkelsbühl, Historical Overview

Warum hier

Jemand stand hier und hat entschieden.

Auf einem flach ansteigenden Hang westlich der Wörnitz, an einer Furt. Nahe dem Übergang kreuzten sich zwei bedeutende alte Straßen: die Handels- und Pilgerstraße von Würzburg nach Augsburg, Richtung Italien, und eine Straße vom Mittelrhein an die Donau. Wo Straßen sich kreuzen, bleibt man stehen. Und wer steht, kriegt Hunger. Kenne ich.

Quellen: Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalliste Dinkelsbühl (Baudenkmäler), Ensemble Altstadt Dinkelsbühl, Nr. E-5-71-136-1, Stand 22.09.2026, S. 1; Stadt Dinkelsbühl, Stadtgeschichte Teil I

Warum damals

Als der erste Stein gelegt wurde.

Um 1170/80, als der Stauferkaiser Friedrich I. Barbarossa den Ort zur Stadt erhob, wohl um die Kreuzung zweier Reichsstraßen am Fluss zu sichern. 1188 steht er als „burgus“ auf Papier, in einem Ehevertrag: Barbarossa übergibt ihn seinem Sohn Konrad zur geplanten Hochzeit. Eine Stadt, die als Hochzeitsgeschenk anfängt. Hoffentlich gab es Kuchen.

Quellen: Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalliste Dinkelsbühl (Baudenkmäler), Ensemble Altstadt Dinkelsbühl, Nr. E-5-71-136-1, Stand 22.09.2026, S. 1; Stadt Dinkelsbühl, Stadtgeschichte Teil I

Wer regierte

Alle, die dachten, das hier gehört ihnen.

Ich habe sie alle überdauert. Das ist das Einzige, was ich richtig gut kann.

1188–1274

Eine staufische Königsstadt. Barbarossa erhob sie, und 1188 landete sie im Ehevertrag seines Sohnes Konrad. Nach dem Ende der Staufer holte König Rudolf I. von Habsburg Dinkelsbühl 1274 ans Reich zurück.

Quellen: Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalliste Dinkelsbühl (Baudenkmäler), Ensemble Altstadt Dinkelsbühl, Nr. E-5-71-136-1, Stand 22.09.2026, S. 1; Stadt Dinkelsbühl, Stadtgeschichte Teil I

1274–1802

Freie Reichsstadt, nur dem Kaiser verpflichtet. 1305 bekam sie das Ulmer Stadtrecht, 1401 das Amtmannamt als Pfand. 1387 erzwangen die Handwerkerzünfte ihre Sitze im Rat, sechs Zünfte regierten nun mit, und Dinkelsbühl wurde zur reichsstädtischen Republik. Das hielt bis 1802. Handwerker im Rat. Wenn einer davon gebacken hat, hatte er meine Stimme.

Quellen: Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalliste Dinkelsbühl (Baudenkmäler), Ensemble Altstadt Dinkelsbühl, Nr. E-5-71-136-1, Stand 22.09.2026, S. 1; Stadt Dinkelsbühl, Stadtgeschichte Teil I; Stadt Dinkelsbühl, Historical Overview

1802–

Bayern, mit Umweg. 1802 fiel die Stadt an das Kurfürstentum Bayern, 1804 kam sie per Tauschvertrag an das preußische Fürstentum Ansbach, und 1806 trat Preußen sie an das neue Königreich Bayern ab. Weitergereicht wie das letzte Pausenbrot. 1826 verbot König Ludwig I. dann, Mauern und Türme abzureißen, und darum ist der Ring heute noch ganz.

Quellen: Stadt Dinkelsbühl, Stadtgeschichte Teil II; Stadt Dinkelsbühl, Historical Overview; Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalliste Dinkelsbühl (Baudenkmäler), Ensemble Altstadt Dinkelsbühl, Nr. E-5-71-136-1, Stand 22.09.2026, S. 3

Das Wappen

Was das Wappen bedeutet.

In Rot auf silbernem Dreiberg drei goldene Ähren nebeneinander. Die Ähren sind Dinkel, der Dreiberg ist der Bühl, und schon steht der Name im Schild. Die ältesten Siegel von 1334 und 1341 probieren zwei Ideen: einen Adler, der aus einem Hügel wächst, begleitet von Dinkelähren, wobei der Adler für den kaiserlichen Meier steht, und die Ähren allein auf dem Dreiberg, anfangs Bürgerzeichen genannt. Im 19. Jahrhundert ist nur noch der kleine Schild mit den Ähren übrig. Die Stadt hat sich für das Brot entschieden und gegen den Vogel. Richtig so.

Quellen: Haus der Bayerischen Geschichte, Bayerns Gemeinden: Große Kreisstadt Dinkelsbühl, Wappen

Wappen: Gemeinfrei — offizielles Stadtwappen (Wikimedia Commons)

Drei Fakten

Drei Dinge, die ich über diesen Ort weiß.

  1. Der Mauerring ist vollständig erhalten: 2.500 Meter lang, mit vier inneren Stadttoren und 20 Mauertürmen, samt Zwingern und Zwingertürmen. Sein Verlauf gibt der Altstadt den Umriss eines Schuhs. Das Landesamt für Denkmalpflege zählt ihn, zusammen mit Rothenburg, zu den besterhaltenen spätmittelalterlichen Stadtbefestigungen Deutschlands. Ein Schuh aus Stein. Hab ich probiert. Zäh.

    Quellen: Stadt Dinkelsbühl, Stadtgeschichte Teil I; Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalliste Dinkelsbühl (Baudenkmäler), Ensemble Altstadt Dinkelsbühl, Nr. E-5-71-136-1, Stand 22.09.2026, S. 2

  2. Am Wörnitztor, dem östlichen Stadttor, steckt die älteste Mauer der Stadt: mächtige Bossenquader der spätstaufischen Stadtmauer aus dem 13. Jahrhundert. Um 1400 wurde der Turm erhöht, um 1600 bekam er sein Obergeschoss mit Renaissancegiebel. Drei Zeitalter übereinander wie eine Schichttorte, und unten ist sie am knusprigsten.

    Quellen: Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalliste Dinkelsbühl (Baudenkmäler), Wörnitztor, Nr. D-5-71-136-18, Stand 22.09.2026, S. 7; Stadt Dinkelsbühl, Stadtgeschichte Teil I

  3. Jedes Jahr feiert die Stadt die Kinderzeche, ein Kinder- und Heimatfest, das auf ein 1629 erstmals erwähntes Schulfest zurückgeht. Das Festspiel, aufgeführt seit 1897, spielt eine Sage nach: Im Dreißigjährigen Krieg retten Dinkelsbühler Kinder ihre Stadt, indem sie um Frieden bitten. Seit 2016 steht das Fest im Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes in Deutschland. Am Dienstag bekommt jedes mitspielende Kind die Kinderzech-Gucke, eine Tüte voller Süßigkeiten. Für die Szene würde ich proben.

    Quellen: Stadt Dinkelsbühl, Kinderzeche; bavarikon (Bayerische Staatsbibliothek), Inheriting Culture: „Kinderzeche“ historical festival play in Dinkelsbühl

Gassenwörter

Was auf den Schildern steht.

Markt
Markt. Die alten Reichsstraßen wurden für den Handel aufgeweitet, darum ist ein Markt hier oft eine breite Straße statt eines Platzes, und manche heißen nach ihrer Ware. Ich lese sie wie eine Speisekarte.
Gasse
Eine Gasse ist schmaler als eine Straße. Innerhalb der Mauer gibt es davon reichlich. Schmal stört mich nicht. Ich esse der Länge nach.
Tor
Tor. Vier stehen noch in der Mauer: Rothenburger, Nördlinger und Segringer Tor zeigen die Straße zum nächsten Ort hinunter, das Wörnitztor zum Fluss.
Weiher
Ein Weiher ist ein kleiner Teich. Eine ganze Kette davon liegt vor der Mauer. Weiher esse ich nicht. Ich gehe drumherum.
Mauerweg
Der Weg an der Innenseite der Stadtmauer. Wer ihm folgt, hat die Mauer die ganze Zeit als Begleitung.

Die Größe

An einem Tag zu schaffen: Dinkelsbühl in Zahlen.

Gezählt aus den Gassen im Spiel selbst, nicht aus einem Reiseführer.

  • 70Gassen
  • 764Punkte
  • 12,6km Gasse
  • 15,4km zu Fuß
  • 4,5Stunden im Schlendertempo

In der Nähe

Altstädte in der Nähe.

Das Spiel

Deine erste Stadt ist gratis.

Cobble Gobble ist ein Lauf-Spiel fürs iPhone. Such dir eine Stadt als deine Gratis-Stadt aus. Jede weitere ist ein Einmalkauf, der dir bleibt, Familienfreigabe inklusive, und eine Stadt, die dir gehört, läuft komplett offline.

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