Barrierefreiheit
Zum Spielen gebaut — ohne hinzusehen.
Cobble Gobble ist ein gemütliches Altstadt-Lauf-Spiel, gebaut zum Spielen mit dem Handy in der Tasche — was es zu einem der ganz wenigen Spiele macht, die blinde und sehbehinderte Menschen genauso spielen wie alle anderen: die Ohren am Spiel, unterwegs in einer echten Stadt.
Die Idee
Du wählst eine Stadt. Jede Straße ihrer Altstadt ist mit Punkten gesäumt. Du gehst die Straße, du sammelst die Punkte, die Straße leuchtet golden auf deiner Karte. Sehenswürdigkeiten sind Frucht-Bonusse. Das ist das ganze Spiel.
Die tragende Design-Säule ist Kopf hoch: Das Handy bleibt in der Tasche, und der Ton trägt das Spiel. Nichts auf dem Bildschirm braucht je deine Aufmerksamkeit. Ich habe das für sehende Geher gebaut, die aufschauen und die Stadt genießen wollen — aber es bedeutet, dass das Spiel von Tag eins an auf Ton ausgelegt war, nicht nachträglich angeflanscht. Für jemanden, der sich über den Ton orientiert, ist das Spiel kein geringeres Erlebnis. Es ist das eigentlich gemeinte.
Was blinde und sehbehinderte Menschen tatsächlich bekommen
Gesprochene Ansagen zu jedem wichtigen Moment. Ein optionaler Schalter „Gesprochene Hinweise“ liest fertige Straßen, Frucht-Bonusse und geschaffte Level laut vor. Punkte werden bewusst nicht angesagt — das würde ununterbrochen plappern — so bleibt der Ton ein klarer Klang für Punkte und ein gesprochener Satz für das, was eine Ansage wert ist.
Es respektiert deine VoiceOver-Einstellungen. Läuft VoiceOver, richten sich die Ansagen nach deinem Sprechtempo und deiner Stimme, statt sie zu übergehen.
Ein eigener, nicht-visueller Bildschirm „Straßen in der Nähe“. Statt die Karte VoiceOver-tauglich zu erzwingen, habe ich die barrierefreie Oberfläche als Liste gebaut: jede verbleibende Straße, die nächste zuerst, jede als ein klarer Satz — „Höllgasse, 120 Meter nordöstlich, 3 von 14 Punkten.“ Entfernungen sind als Wörter ausgeschrieben („120 Meter“, nicht „120 m“, was eine Sprachausgabe als Buchstaben liest). Richtungen sind Himmelsrichtungs-Wörter, bewusst gewählt, weil sie stimmen, wenn das Handy in der Tasche steckt — ohne Geräteausrichtung.
Hinweise und Werte, nicht nur Beschriftungen. Jedes Bedienelement auf der Karte — Start und Pause, Fortsetzen, „Statistik & Teilen“, die Schaltfläche „Straßen in der Nähe“ — trägt einen gesprochenen VoiceOver-Hinweis, und die Fortschrittsleiste spricht ihren Wert („77 von 128 Straßen“), sodass der ganze Bildschirm per Gehör bedienbar ist.
Ton, der den Alltag übersteht. Der Spielton läuft bei gesperrtem Bildschirm und Handy in der Tasche weiter, mischt sich mit deinem Podcast oder deiner Musik, statt sie zu stoppen, und erholt sich von selbst nach einem Anruf — damit jemand, der nur auf den Ton angewiesen ist, nicht den Rest des Wegs in Stille sitzt.
Deutsch und Englisch, Ansagen wie Beschriftungen, passend zu deiner Gerätesprache und in einer passenden Stimme gesprochen.
Über Blindheit hinaus
- Dynamic Type: Texte nutzen durchgängig semantische Schriftstile, skalieren also mit der System-Textgröße mit.
- Druckfrei ist kognitive Barrierefreiheit. Keine Timer, keine Serien, kein Verfall, keine Bestenlisten, nichts zu verlieren — der Punktestand steigt nur. Für Menschen mit Ängsten, Empfindlichkeit gegenüber kognitiver Last oder ADHS ist das Fehlen von Druck das eigentliche Feature.
- Ein Rückfall für GPS-Funklöcher („als gegangen markieren“) gibt die volle Wertung — jeden Punkt plus den Straßen-Bonus — damit niemand, dessen Empfang in einer steinernen Gasse abreißt, je feststeckt oder bestraft wird.
- Bewegung reduzieren: Schalte es ein, und die Feier sowie der Sammel-Puls auf der Karte halten still — nichts hüpft, ploppt oder wiederholt sich.
- Ohne Farbe unterscheiden: Von Hand markierte Straßen bekommen eine gestrichelte Linie, nicht nur ein blasseres Gold, sodass die Unterscheidung „als gegangen markiert“ nie allein auf Farbe beruht.
Datenschutz, weil er zur Geschichte gehört
Keine Daten erfasst. Kein Konto, keine Analyse, keine Werbung, keine Tracking-SDKs, keine Werbe-IDs. Dein Standort verlässt nie dein Handy. (Ein einziger, nicht-personenbezogener Wert — welche Stadt du gratis gewählt hast — wird in deine private iCloud gespiegelt, damit er ein neues Handy übersteht; ich kann ihn nicht lesen.) Für viele Menschen mit Behinderung, die überproportional profiliert und getrackt werden, ist „ich kann dich wirklich nicht sehen“ keine Fußnote.
- Plattform
- iPhone, iOS 17+
- Sprachen
- Deutsch & Englisch (Ansagen und Beschriftungen)
- Preis
- Eine Stadt gratis; weitere ein einmaliger Kauf
- Offline
- Eine gekaufte Stadt läuft vollständig offline
- Presse & Tester
- press@newworkbydesign.com
- Macher
- Manuel (Bayern, Einzelentwickler)