Cobble Gobble

ENDE

Bayern · Altstadt

Wasserburg am Inn

Jede Gasse auf der Karte.

Jede Gasse in der Altstadt von Wasserburg am Inn ist eine Reihe von Punkten, die du beim Gehen einsammelst. Ich liege seit sechshundert Jahren in einer davon und bin immer noch nicht fertig.

Die Altstadt

Jede Gasse, gezeichnet.

Jede Gasse innerhalb der Linie ist ein Gang. Die Kreise sind Obst.

Sehenswürdigkeiten

Was ich zuerst essen würde.

Sehenswürdigkeiten sind Obst. Je größer die Sehenswürdigkeit, desto größer der Bonus.

  • Wasserburg 1.500 Punkte

    Treppengiebel auf dem Hals aus Land, genau dort, wo die Halbinsel aufhört, eine zu sein. Wer das hielt, hielt die Brücke, das Salz und die Stadt. Die Gasse Auf der Burg führt mitten hindurch.

  • Brucktor 500 Punkte

    Das Tor, durch das du zur Brücke gehst, viergeschossig, eingeklemmt zwischen ehemaligem Spital und Stadthaus. Schau nach oben, wenn du hindurchgehst.

  • Frauenkirche 500 Punkte

    Die kleinere Kirche, die mitten im Marktraum steht statt daneben, mit einem schlanken Turm über einer Halle, durch die du hindurchgehst.

  • St. Jakob 500 Punkte

    Unverputzter Ziegel mit einem Turm aus Tuffquadern, in den Winkel zwischen Burgberg und Stadt gebettet, dem Wasser entzogen. Die Pfarrkirche steht mit Absicht abseits vom Markt.

  • Hungerturm 250 Punkte

    Ein quadratischer Turm mit Zinnen oben am Hag, dort gesetzt, wo die Befestigung eine Ecke machte. Er hat heute Fenster, und das erzählt schon fast alles.

  • Mauthaus 250 Punkte

    Ein Eckhaus am Markt mit gewölbten Lauben zu ebener Erde, dort, wo die Straße abknickt. Hier wechselte jahrhundertelang Geld den Besitzer.

  • Pulverturm 250 Punkte

    Ein gedrungener Turm an der westlichen Ecke der alten Befestigung. Die Straße, die daran vorbeiführt, verrät die Sache schon, das spart mir die Mühe.

  • Rathaus 250 Punkte

    Zwei Stufengiebel ungleicher Höhe am Marienplatz, einer breiter und höher als sein Nachbar. Geh hinein und schau nach unten. Warum, sage ich nicht.

Herkunft des Namens

Warum es Wasserburg am Inn heißt.

Wasserburg ist eine Burg im Wasser, und der Name sagt genau das. Die Burg wird 1085 zum ersten Mal genannt. In den fünfzig Jahren danach verlegten die Grafen ihren Sitz von Limburg hierher, auf eine Landzunge, die der Inn an drei Seiten umfasst. Das Wasser war zuerst da. Der Name ist nur Buchhaltung.

Quellen: www.historisches-lexikon-wasserburg.de, www.geodaten.bayern.de S. 1

Warum hier

Jemand stand hier und hat entschieden.

Auf einem Löffel. Der Inn legt sich fast ganz um die Altstadt, und was übrig bleibt, ist am Westende ein Hals aus Land mit einer Burg darauf. Mauern und Häuserzeilen zeichnen diese Landzunge genau nach. Drei Seiten Wasser, eine Seite Tor.

Quellen: www.geodaten.bayern.de S. 1

Warum damals

Als der erste Stein gelegt wurde.

Wasserburg gehört zu den Inn-Salzach-Städten, die Oberbayern im 13. Jahrhundert planmäßig angelegt hat. Sie waren wirtschaftliche und politische Stützpunkte und Stapelplätze für Salz und Getreide hinter einer Mauer. 1323 hat die Stadt einen eigenen Stadtrichter, 1334 ihr Stadtrecht. Unter diesen Flussstädten zeigt Wasserburg das vollständigste spätgotische Aufrissbild auf mittelalterlichem Grundriss.

Quellen: www.geodaten.bayern.de S. 1, www.historisches-lexikon-wasserburg.de

Wer regierte

Alle, die dachten, das hier gehört ihnen.

Ich habe sie alle überdauert. Das ist das Einzige, was ich richtig gut kann.

1085–1247

Die Grafen, die hier einzogen, waren zugleich Hallgrafen von Reichenhall, also Salzgrafen, also die Familie mit der Saline, deren Ware auf diesem Fluss unterwegs war. Mit Graf Konrad endete die Linie. Er hatte seinen Vetter, den bayerischen Herzog, als Erben eingesetzt, die beiden zerstritten sich, und im November 1247 fiel die Stadt trotzdem an den Herzog.

Quellen: www.historisches-lexikon-wasserburg.de, www.historisches-lexikon-wasserburg.de

1247–

Ab 1247 halten die bayerischen Herzöge die Stadt, und sie geben sie nicht mehr her. Von ihnen kommen die Salzprivilegien, von ihnen die 1415 erneuerte Mauer. Bayern ist es bis heute, was ich nach fast achthundert Jahren als geklärt bezeichnen würde.

Quellen: www.historisches-lexikon-wasserburg.de, www.geodaten.bayern.de S. 1

Das Wappen

Was das Wappen bedeutet.

Ein steigender Löwe mit Krone. Er erscheint zuerst auf einem Siegelabdruck von 1292, geschnitten wohl um die Mitte des Jahrhunderts, und hat sich seither kaum verändert. Der Löwe ist wittelsbachisch, von den Herzögen übernommen, aber Wasserburg trug ihn allein: keine andere Stadt im Herzogtum Bayern führte damals einen Löwen und sonst nichts. Rot und Weiß sind die alten Farben, zuerst auf einem Glasfenster im Rathaus.

Quellen: www.historisches-lexikon-wasserburg.de

Wappen: Gemeinfrei — offizielles Stadtwappen (Wikimedia Commons)

Drei Fakten

Drei Dinge, die ich über diesen Ort weiß.

  1. Die Grafen, die hier die Burg bauten, waren zugleich Hallgrafen von Reichenhall. Hall heißt Salz. Sie waren, modern gesagt, die Salzgrafen, und sie hielten die Saline, deren Ware auf diesem Fluss unterwegs war.

    Quellen: www.historisches-lexikon-wasserburg.de

  2. Schau von Südosten über das Wasser auf die Stadt, und du schaust auf den Merian-Stich von 1657. Die Denkmalliste sagt, die Übereinstimmung sei bis heute stark. Sechs Jahrhunderte Bauen, und die Silhouette hat ihre Form behalten.

    Quellen: www.geodaten.bayern.de S. 1

  3. 1950 benannte der Stadtrat die Ledererzeile in Ledererstraße um. Heimatverein und Landesamt für Denkmalpflege widersprachen, weil ein alter Straßenname ein Geschichtszeugnis ist, und der Stadtrat nahm es in der nächsten Sitzung zurück. Die Lederer behalten ihre Zeile.

    Quellen: www.historisches-lexikon-wasserburg.de

Gassenwörter

Was auf den Schildern steht.

Zeile
Eine Reihe. Hier ist es eine ganze Straße, benannt nach dem Gewerbe, das darin arbeitete: Bäckerzeile, Ledererzeile, Salzsenderzeile, Schmidzeile. Vier Gewerke, vier Gänge.
Zipfel
Ein spitzes Ende, von mittelhochdeutsch zipf. Der Weberzipfel war eine Sackgasse, bis 1852 unterhalb der Burg eine neue Straße durchbrach. Jetzt hat er einen Ausgang. Mir gefiel er zu.
Gries
Sand und Kies, von mittelhochdeutsch griez. Der Gries ist Boden, den der Inn gemacht hat, indem er ablegte, was er trug. Die Stadt nutzte ihn als Stapelplatz und Viehmarkt. Land, das der Fluss baute, und dann stellten sich Leute darauf.
Durchgang
Ein Durchgang mitten durch einen Häuserblock. Allwang, Bauerschweizer, Greinbräu. Kurz, überdacht, und Punkte liegen auch darin.
Gasse
Das normale Wort für eine Straße hier, und es gibt viele davon. Zähl die Namen auf -gasse, und du bist fast durch die ganze Altstadt gelaufen.

Die Größe

Eine Altstadt, ausgemessen.

Gezählt aus den Gassen im Spiel selbst, nicht aus einem Reiseführer.

  • 58Gassen
  • 587Punkte
  • 9,8km Gasse
  • 12,7km zu Fuß
  • 3,6Stunden im Schlendertempo

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Das Spiel

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